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Fensterputzen mit demineralisiertem Wasser

Fensterputzen mit demineralisiertem Wasser

Demineralisiertes Wasser ist eine umweltschonende Alternative zu klassischer Reinigungschemie, die in der Gebäudereinigung immer häufiger eingesetzt wird – gerade bei großen oder schwer erreichbaren Glasflächen. Auch zu Hause kannst du dir den rückstandsfreien Effekt zunutze machen.

Fensterputzen mit demineralisiertem Wasser

Demineralisiertes Wasser ist eine umweltschonende Alternative zu klassischer Reinigungschemie, die in der Gebäudereinigung immer häufiger eingesetzt wird – gerade bei großen oder schwer erreichbaren Glasflächen. Auch zu Hause kannst du dir den rückstandsfreien Effekt zunutze machen.

Dieses spezielle Wasser – auch entionisiertes Wasser genannt – ist frei von Härtebildnern wie Kalk oder Magnesium. Dadurch trocknet es vollständig rückstandslos ab, ein Nachpolieren mit Abzieher oder Tuch entfällt. Diese Methode eignet sich besonders für großflächige Glasfassaden, Solarpaneele, Wintergärten oder schwer erreichbare, hoch gelegene Fenster – hier setzen professionelle Gebäudereiniger zunehmend darauf, auch weil sie ganz ohne Chemie auskommt.


Das Wichtigste in Kürze

  • Demineralisiertes Wasser ist frei von Kalk und Magnesium und trocknet vollständig rückstandsfrei – kein Allheilmittel, aber ideal für große, hohe oder schwer erreichbare Glasflächen
  • Herstellung entweder per Ionenaustausch-Patrone oder Umkehrosmose-Anlage – Letztere ist teurer in der Anschaffung, aber günstiger im laufenden Betrieb
  • Ein großer Vorteil: völlig chemiefreie, umweltschonende Reinigung

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Vorteile von demineralisiertem Wasser

  • Rückstandsfreie Trocknung ohne Kalkflecken
  • Kein zusätzliches Polieren nötig
  • Besonders geeignet für schwer erreichbare Flächen
  • Weniger Einsatz von chemischen Reinigungsmitteln
  • Umweltfreundliche und nachhaltige Reinigungsmethode

Benötigte Hilfsmittel (Profi-Einsatz)

Damit die Reinigung mit demineralisiertem Wasser in der professionellen Gebäudereinigung gelingt, braucht es spezielles Equipment:

  • Bürste – Mit Kunststoffborsten ausgestattet, um Schmutz schonend und ohne Beschädigungen auch von beschichtetem Glas oder Sicherheitsglas zu entfernen.
  • Wasserführung – Über eine Pumpe wird das Wasser direkt zur Bürste geleitet. Je nach Verschmutzung werden ca. 0,7–1,2 Liter Wasser pro Quadratmeter benötigt.
  • Stangensystem – Bis zu 18 Meter lang, wahlweise aus Glasfaser oder Carbon. Glasfaser-Teleskopstangen sind günstig, nicht stromleitend und für Höhen bis ca. 6,5 Meter geeignet. Carbonfaser-Teleskopstangen sind teurer, dafür leichter, stabiler und auch für größere Höhen einsetzbar.

Arbeitsablauf mit demineralisiertem Wasser

Vorbereitung

  • Arbeitsbereich mit Warnschildern absichern
  • Wasseraufbereitungsanlage in Betrieb nehmen
  • Stangensystem auf die passende Länge einstellen, Bürste befestigen und an Wasserquelle anschließen

Erster Arbeitsgang – Einwaschen

  • Start in der linken oberen Ecke
  • Rahmen mit Zick-Zack-Bewegungen reinigen
  • Anschließend die Glasfläche vollständig einwaschen

Zweiter Arbeitsgang – Abspülen (Rinsing)

  • Ebenfalls oben links beginnen
  • In waagerechten Bahnen von oben nach unten abspülen, damit keine Ablaufspuren entstehen

Herstellung von demineralisiertem Wasser

Es gibt zwei gängige Methoden, demineralisiertes Wasser herzustellen. Beide sind in verschiedenen Gerätegrößen erhältlich:

  • Ionenaustausch-Patronen – Das Wasser wird durch ein spezielles Granulat geleitet, das Kalk- und Magnesiumionen austauscht.
  • Umkehrosmose-Geräte – Mit Druck wird der natürliche Konzentrationsausgleich in Flüssigkeiten umgekehrt. Die Anschaffung ist zwar teurer, doch die laufenden Kosten pro Liter sind deutlich geringer. Ideal für den regelmäßigen Einsatz bei der professionellen Gebäudereinigung.

Oft wird eine Kombination beider Verfahren genutzt, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.


Ionenaustausch vs. Umkehrosmose im Überblick


Kriterium Ionenaustausch-Patrone Umkehrosmose-Anlage
Anschaffungskosten Niedriger Höher
Laufende Kosten pro Liter Höher Deutlich niedriger
Geeignet für Gelegentlichen Einsatz Regelmäßigen, professionellen Einsatz
Wartung Regelmäßiger Patronenwechsel Membranwechsel in größeren Intervallen

Wie du zu Hause von demineralisiertem Wasser profitierst

Auch ohne Teleskopstange und Osmoseanlage kannst du dir den Rückstandsfrei-Effekt zu Hause zunutze machen: Destilliertes bzw. demineralisiertes Wasser bekommst du günstig im Supermarkt, der Drogerie oder im Baumarkt (meist für Bügeleisen oder Autobatterien gedacht) – für wenige Euro pro 5-Liter-Kanister. Eine weitere gute Bezugsquelle ist der Zoofachhandel: Dort wird Osmosewasser für den Aquarienbedarf verkauft, das genauso gut zum Fensterputzen geeignet ist.

Fülle das Wasser am besten in eine Sprühflasche – ein Eimer lohnt sich für kleine Mengen nicht. Besprühe die Scheibe damit und wische mit einem Mikrofasertuch oder Baumwolltuch nach. Ein Nachpolieren entfällt, da keine Kalkrückstände zurückbleiben. Besonders lohnt sich das bei kleineren Problemzonen, die zu Kalkflecken neigen – etwa Duschkabinen aus Glas oder Fenster in Regionen mit sehr hartem Leitungswasser.

Für mehrere oder größere Fenster ist diese Sprühflaschen-Methode allerdings mühsam. Hier lohnt sich eher die klassische Einwasch-Abzieh-Technik mit Einwascher und Abzieher.


Fazit

Demineralisiertes Wasser ermöglicht ein rückstandsfreies, streifenloses Ergebnis – ganz ohne Nachpolieren. Für große Glasflächen setzen professionelle Gebäudereiniger dafür spezielles Equipment wie Teleskopstangen und Osmoseanlagen ein. Zu Hause reicht dagegen schon destilliertes oder Osmosewasser aus Supermarkt oder Zoofachhandel, um in der Sprühflasche von diesem Effekt zu profitieren. Wenn du dir bei größeren oder schwer erreichbaren Flächen trotzdem Zeit und Aufwand sparen willst, empfiehlt sich eine professionelle Gebäudereinigung, die mit dieser modernen Technik arbeitet.


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Häufige Fragen


Demineralisiertes Wasser ist frei von Kalk und Magnesium. Da diese Härtebildner fehlen, verdunstet das Wasser vollständig rückstandslos, ohne die typischen Kalkflecken oder Schlieren zu hinterlassen.

Ja. Destilliertes bzw. demineralisiertes Wasser gibt es günstig im Supermarkt, der Drogerie oder im Baumarkt, Osmosewasser auch im Zoofachhandel für die Aquaristik. Am besten füllst du es in eine Sprühflasche, besprühst die Scheibe und wischst mit einem Mikrofasertuch nach – ein Eimer lohnt sich für den Hausgebrauch nicht.

Besonders gut geeignet ist sie für großflächige Glasfassaden, Solarpaneele, Wintergärten und schwer erreichbare oder hoch gelegene Fenster. Für kleinere oder stark verschmutzte Fenster bleibt die klassische Einwasch-Abzieh-Technik meist die bessere Wahl.

Bei Ionenaustausch-Patronen wird das Wasser durch ein Granulat geleitet, das Kalk- und Magnesiumionen austauscht. Umkehrosmose-Anlagen sind in der Anschaffung teurer, haben aber deutlich geringere laufende Kosten pro Liter und eignen sich daher besser für den regelmäßigen professionellen Einsatz.

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Zuletzt aktualisiert am 29.08.2025.

Autorin

Nadine Diehl
Nadine Diehl

Reinigungsexpertin bei ExtraSauber

bekannt aus ZDF, FAZ und WELT



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